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Klaus Dullinger Clubmeister in der Schachabteilung – Entscheidung in der letzten Runde

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In diesem Jahr entwickelte sich die Clubmeisterschaft wieder einmal zu einem Zweikampf zwischen Helmut Stöhr und Klaus Dullinger, der in einer Entscheidungspartie in der letzten Runde mündete.

Ein Grund dafür war sicherlich, dass Julian Geiger aus beruflichen Gründen in der Mitte des Turniers zurückgetreten war und auch Reiner Winterstetter diesmal bei der Clubmeisterschaft nicht mitspielte. Daher waren es die zwei Wertungsbesten der Schachabteilung, die gegen die Konkurrenz alle ihre Partien siegreich beenden konnten.

Sicherlich war auch manchmal etwas Glück, bzw. Hilfe des Gegners dabei, wie Helmut Stöhr bei seiner Partie gegen Erich Kühner feststellen musste: In gewonnener Stellung stellte dieser seine Dame so unglücklich, dass es Helmut noch möglich war des Blatt zu wenden und seinen Gegner Matt zu setzten.

Trotz dieser unnötigen Niederlage sicherte sich Erich Kühner den dritten Platz, was zeigt, dass gutes Schach nicht vom Alter abhängig ist. Gratulation zu diesem Ergebnis!

Die entscheidende Partie war wie erwartet ein hartes Ringen um den Titel, den sich jeder der Beiden unbedingt erkämpfen wollte. Nach anfänglichen Abtasten konnte Klaus Dullinger den Vorstoß (12. … f5) von Helmut Stöhr geschickt abwehren und seinerseits mit 17. Sh5 zum Gegenangriff übergehen. Ein weiterer kritischer Moment war das „Springeropfer“ im 23. Zug um den Angriff im Gang zu halten. Helmut versuchte sich erbittert zu wehren, musste aber nach dem 36igsten Zug die Partie in verlorener Stellung aufgeben.

Somit sicherte sich Klaus Dullinger bereits zum zehnten Mal den Titel als neuer Clubmeister und Helmut Stöhr den als Vizemeister.

Rang   1 2 3 4 5 6 7 Pkt. SoBe
1 Dullinger Klaus   3 3 3 3 3 3 18 44
2 Stöhr Helmut 0   3 3 3 3 3 15 29
3 Kühner Erich 0 0   0 3 3 3 9 13
4 Suttner Johann 0 0 3   1 0 3 7 12,5
5 Schindler Otto 0 0 0 1   3 3 7 9,5
6 Dähne Christian 0 0 0 3 0   3 6 7
7 Felber Norbert 0 0 0 0 0 0   0 0

(Sieg = 3 Punkte, Unentschieden = 1 Punkt.)

Die Entscheidungspartie:

Weiß: Klaus Dullinger      Schwarz: Helmut Stöhr

Eröffnung:

  1. e2 – e4     g7 – g6
  2. d2 – d3   Lf8 – g7

Um der Theorie der Pirc-Verteidigung aus dem Weg zu gehen wählt Weiß den Aufbau für den königsindischen Angriff.

  1. Sb1 – d2        e7 – e5
  2. Sg1 – f3          d7 – d6
  3. g2 – g3        Sg8 – e7
  4. c2 – c3             0 – 0
  5. Lf1 – g2           h7 – h6
  6. Sd2 – c4         b7 – b5
  7. Sc4 – e3         c7 – c6
  8. Lc1 –d2          a7 – a5
  9. a2 – a3          a5 – a4

Schwarz schließt fürs Erste den Damenflügel ab und Weiß beendet mit dem nächsten Zug seine Entwicklung.

  1. O – O               f7 – f5

Nachdem Schwarz etwaige Zwischenschachs auf b3 durch die Dame unterbunden hat kommt der erwartete Bauernvorstoß.

  1. e4 x f5                Se7 x f5
  2. Se3 x f5             Lc8 x f5
  3. d3 – d4             Kg8 – h7

Hier wäre auf das Verführerische Lf5 – d3 das starke Ld2 – g5! gefolgt.

  1. Ld2- e3             Dd8 – c8
  2. Sf3 – h4            Lf5 – e6

Fällt nicht auf die Falle Lf5 – h3, 18. Lg2 – e4! herein, da dann Lh3 x f1? an 19. Sh4 x g6 mit anschließendem Materialgewinn scheitert. Ab jetzt rollt der Weiße Angriff auf Schwarz zu.

  1. d4 x e5                d6 x e5
  2. Lg2 – e4             Le6 –f7     mehr Verteidigungschancen hätte Stöhr wohl mit Le6-f5 gehabt
  3. Dd1 – d6            Dc8 – e8
  4. Ta1 – d1             Tf8 – g8

Schwarz versucht den schwachen Punkt g6 weiter zu decken.

  1. Dd6 – c7            Lg7 – f6
  2. Sh4 x g6             Tg8 x g6      Der kritische Punkt der Partie; Weiß nutzt die Fesselung auf der 7. Reihe               .                                                  und öffnet weitere Angriffslinien.
  3. f2 – f4                Kh7 – g8
  4. Le4 x g6             Lf7 x g6
  5. f4 x e5                Lf6 x e5
  6. Dc7 – d8           Sb8 – a6

Erst jetzt kommen die letzten beiden Figuren von Schwarz in Spiel, aber zu spät.

  1. Dd8 – d2           Le5 –c7            Schwarz stellt die Falle 29. Le3 x h6 Lc7 – b6+ mit Vorteil für ihn.
  2. Td1 – e1             Ta8 – d8?!      Verstellt sich selbst den Fluchtweg für die Dame.

    Stellung nach 29. …. Ta8-d8

    Ohne diesen Fehler hätte Stöhr gute Chancen gehabt, die Partie ausgeglichen zu halten. Aber nun verliert er rasch. Die schwarze Dame hat einfach keine Ausweichmöglichkeit nach den folgenden Zügen und Schwarz kommt arg in Bedrängnis.

  3. Le3 – d4      De8 – d7     der einzig mögliche Zug!
  4. Dd2 x h6      ……               Weiß droht mit Matt auf h8 mit der Dame
    …                Dd7 – h7
  5. Dh6 – g5       c6 – c5
  6. Te1 – e7         c5 x d4
  7. Te7 x h7      Kg8 x h7
  8. Dg5 – e7+   Kh7 – h8
  9. c3 x d4       Aufgabe!

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